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Urlaub mit Hund in Frankreich - Einreisebestimmungen und Tipps

Prinzipiell ist die Mitnahme von Hunden nach Frankreich kein Problem, denn die Franzosen sind sehr hundefreundlich. Dennoch sind die Einreisebestimmungen zu beachten, die nicht nur für den Aufenthalt im Land selber, sondern auch für den Transit gelten.

Vorschrift ist ein gültiger, vom Tierarzt ausgefüllter EU-Heimtierpass für jeden einreisenden Hund. Dieser dient der Identifizierung des Hundes sowie der Bescheinigung, dass alle nötigen Impfungen vorhanden sind. Jeder Hund muss ordnungsgemäß geschippt oder tätowiert sein (Tätowierung nur noch für eine Übergangsphase), um eine zweifelsfreie Identifizierung zu ermöglichen.

Urlaub mit Hund an der Cote d\'Azur
Cote d’Azur - Villefranche-sur-Mer
© LiliGraphie - Fotolia.com

Eine gültige Tollwutimpfung ist ebenfalls Pflicht, wobei zu beachten ist, dass erst 21 Tage nach der Erstimpfung eine Einreise ins Land möglich ist. Tollwutimpfungen, die eine Gültigkeit von drei Jahren haben, werden anerkannt, sofern der Impfstoff mit einem entsprechenden Hinweis im EU-Heimtierpass eingetragen ist.

Einfuhr gefährlicher Rassen nach Frankreich

So genannte Kampfhunde werden in zwei Kategorien eingeteilt. Zur Kategorie I zählen alle Hunde, deren Merkmale denen eines Staffordshire Terriers oder eines American Staffordshire Terriers – im Allgemeinen als Pit-bulls bezeichnet -, eines Tosas oder Mastiffs gleichen und die nicht in einem von der FCI-anerkannten Zuchtbuch eingetragen sind. Sie dürfen nicht nach Frankreich eingeführt oder verbracht werden. Sollte jemand einen Hund der 1. Kategorie ohne entsprechenden Eintrag ins Stammbuch über Frankreichs Grenzen bringen, so macht er sich strafbar.

Falls ein Hund der eben genannten Rassen eine FCI-Ahnentafel besitzt, so zählt er zur Kategorie II. Zu dieser Kategorie gehören auch Rottweiler und morphologisch ähnliche Tiere, wobei bei diesen keine FCI-Ahnentafel verlangt wird.

Hunde der Kategorie 2 müssen in Frankreich stets von einer volljährigen Person geführt werden. Maulkorb und Leine sind auf öffentlichen Plätzen und Wegen Pflicht. Das Mitnehmen dieser Hunde in öffentliche Einrichtungen und Verkehrsmittel ist verboten.

Hunde der Rassen Dobermann und  Deutsche Doggen werden in keine der Kategorien eingeordnet. Es wird lediglich empfohlen, sie mit Maulkorb und Leine zu führen. Bei weiteren Fragen – besonders bezüglich der Einfuhr bestimmter Hunderassen – wendet man sich entweder an die Landwirtschaftsabteilung der französischen Botschaft oder aber direkt an das Landwirtschaftsministerium Frankreichs. Auch der Zoll kann oft weiterhelfen.

Neben den Gesundheitsvorschriften sollte man sich auch mit den Regelungen der Fluggesellschaften vertraut machen, sofern man mit dem Hund per Flugzeug nach Frankreich einreisen möchte.

Längere Aufenthalte in Frankreich

Wer sich länger als drei Monate in Frankreich aufhalten möchte, der muss seinen Hund – gleichgültig, welcher Rasse er angehört - offiziell identifizieren sowie in ein innerstaatliches Register eintragen lassen.

Baden mit Hund an französischen Stränden

Bade-Urlaub mit Hund in Frankreich setzt die Überlegung voraus, ob man seinen vierbeinigen Freund mit an den Strand nehmen darf. Die Mehrzahl der überwachten Strände spricht ein Hundeverbot aus. An nicht überwachten Stränden werden Hunde toleriert. Aber auch hier sollte es selbstverständlich sein, dass Sie als Hundehalter die Hinterlassenschaften Ihres Vierbeiners beseitigen. Wer sich genau darüber informieren möchte, an welchem Badestrand Hunde erlaubt sind, findet in den Touristenbüros vor Ort entsprechende Informationen oder aber im Internet unter www.frenchtoutou.com. Die Liste auf der Webseite stammt zwar aus 2007, dürfte aber im Wesentlichen noch gültig sein.

Was den Leinenzwang anbelangt, so sollte jeder Hundebesitzer verantwortungsvoll mit dieser Aufgabe umgehen und die regionalen Bestimmungen beachten, wobei die Erfahrung lehrt, dass außerhalb großer Städte die meisten Franzosen ihren Hund frei laufen lassen.



© * Foto oben: Lana, Lukrecja | Dreamstime.com